KunstFORUM

Fernste Nähe Ausstellung

Das Kulturamt des Rheinisch-Bergischen Kreises lädt in Kooperation mit dem Kunstmuseum Villa Zanders zum Abschluss des XIV. FORUM OSTWEST einen Künstler und eine Künstlerin ein, sich dem diesjährigen Thema des FORUMs anzunähern und künstlerische Positionen zu entwickeln.

Hier finden sie die Flyer zur Ausstellung als PDF zum Blättern oder als Falzflyer.

Für die Ausstellungseröffnung am 19.08.2021 um 19:30 Uhr sind bereits alle Plätze vergeben. Die Ausstellung kann bis zum 3.10.2021 im Kunstmuseum Villa Zanders zu folgenden Öffnungszeiten besucht werden:
Montags: geschlossen
Dienstags: 14 bis 18 Uhr
Mittwochs: 10 bis 18 Uhr
Donnerstags: 14 bis 20 Uhr
Freitags: 14 bis 18 Uhr
Samstags: 10 bis 18 Uhr
Sonn- und Feiertage: 11 bis 18 Uhr
und nach Vereinbarung.

Ulrike Oeters und Michael Wittasseks Zugang zu FORUM OSTWEST 2021 entsteht über die intensive Auseinandersetzung mit zwei Menschen und ihrem Leben und Wirken, deren Hintergrund ein jüdischer ist. So nimmt Ulrike Oeter die deutsch-jüdische Dichterin Else Lasker-Schüler in den Blick, Michael Wittassek beschäftigt sich mit dem französisch-litauischen Philosophen und Autor Emmanuel Levinas, dessen Wurzeln osteuropäisch sind und der jüdischen Glaubens war. Lebenswelten und Biographien, die vielleicht unterschiedlicher nicht sein können: Eine Frau und ein Mann, zwischen "West" und "Ost", eine vor Leidenschaft und Non-Konformität sprühende Dichterin und ein analytisch-theorieaffiner Philosoph, der eine zutiefst humanistische Utopie entwirft. Dennoch wird in der Auseinandersetzung mit diesen Lebens- und Denkansätzen deutlich, dass hier Fremdheits- und Ausgrenzungserfahrungen eine Rolle spielen. Erfahrungen, nirgends recht zuhause zu sein, Heimat nicht an Orten sondern in der Sprache, in Rollenspiel oder in einer Ethik zu suchen, sind möglicherweise auch Hinweise auf die zugrundeliegende jüdische Identität. Ulrike Oeter und Michael Wittassek können hier keine einfachen Antworten liefern, aber darum darf und soll es hier auch nicht gehen.

Michael Wittassek

Detail aus der Installation „éclat“, im Musée des beaux arts, Arras, 2020
Bildrecht: Michael Wittassek

Die künstlerische Auseinandersetzung mit diesen Geistesgrößen des 19. und 20. Jahrhunderts ist eine Hommage, die den Rezipienten auch dazu einlädt, sich mit Sich selbst, dem Vertrauten und dem Fremden um sich herum auseinanderzusetzen. Am Ende steht die Grundfrage des XIV. FORUMs im Raum: Wie wollen wir leben – und wie wollen wir eigentlich auch angesichts aller Fremde, Andersartigkeit und Abgründigkeit zusammenleben und gemeinsam Gesellschaft gestalten?

Ulrike Oeter

Die Künstlerin: Ulrike Oeter, Foto: privat

Die 1948 in Rösrath geborene Künstlerin studierte Geschichte, Anglistik, Kunsttherapie und Kunst. Seit 1986 ist sie als bildende Künstlerin tätig, 2010 war sie unter den Finalistinnen des renommierten Gabriele-Münter-Preises und mit der begleitenden Ausstellung in Berlin und Bonn vertreten. Ulrike Oeter arbeitet in Rauminstallationen mit Papier und Textil und Lichtprojektionen und war mit zahlreichen Ausstellungs- und Installationsarbeiten im In- und Ausland tätig. Ihre Kunstwerke sind in Polen, den Niederlanden, Deutschland, Italien, Frankreich und England entstanden. In ihrer Kunst betreibt sie eine wissenschaftlich fundierte aber künstlerisch formulierte Spurensuche, die in Rauminstallationen den Emotionen Form gibt.

Michael Wittassek

Der Künstler: Michael Wittassek, Foto: Michael Wittassek

Michael Wittassek wurde 1958 in Bergisch Gladbach geboren; lebt und arbeitet dort. Zahlreiche Ausstellungstätigkeiten im In- und Ausland, u.a. 2020, éclat, Musée des beaux-arts d’Arras / L’être lieu, Arras, Frankreich. Er erhielt eine große Anzahl an Stipendien, u.a. 2010, écriture de lumière, Stipendium des Französischen Staates für Fotografie, im Rahmen einer Résidence des Kunstvereins 2angles, Flers, Frankreich. Seit Jahren beschäftigt sich Wittassek in seiner künstlerischen Arbeit mit einer Fotografie, die ihre Fähigkeiten jenseits des iIlusionistischen Abbildens auslotet und das fotografische Bild als einen eigenständigen Körper betrachtet, mit dem der Betrachter konfrontiert wird.

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In Kooperation mit: Kunstmuseum Villa Zanders der Stadt Bergisch Gladbach

Kunstmuseum Villa Zanders der Stadt Bergisch Gladbach
19.08 - 03.10.2021

Ausstellungseröffnung:
Donnerstag, 19.08.2021,19:30 Uhr

Für die Ausstellungseröffnung am 19.08.2021 um 19:30 Uhr sind bereits alle Plätze vergeben.
Die Ausstellung kann bis zum 3.10.2021 besucht werden.

Ort:
Kunstmuseum Villa Zanders
Konrad-Adenauer-Platz 8
51465 Bergisch Gladbach

Künstler*in:
Ulrike Oeter, Michael Wittassek

Begrüßung
Frank Stein,
Bürgermeister der Stadt Bergisch Gladbach

Ulrich Heimann,
Erster stellvertretender Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises

Dr. Petra Oelschlägel,
Kunstmuseum Villa Zanders

Ulrike Oeter

Das Bild zeigt den aktuellen Arbeitsstand
Bildrecht: Ulrike Oeter